Löwenzahnhonig

Löwenzahnhonig (Floral-Sirup)

Ein rein pflanzliches Erzeugnis, das in seiner Textur an Bienenhonig erinnert. Durch die gezielte Mazeration der Blütenstände extrahieren wir eine intensiv blumige Frische. Der braune Rohrzucker sorgt für die nötige Tiefe und eine ansprechende, bernsteinfarbene Optik, während die Limettensäure die Süße balanciert und das Auskristallisieren des Zuckers verhindert.


Zutaten:

  • 150 - 200 g Löwenzahnblütenblätter (rein gelber Anteil, entspricht ca. 4-5 großen Handvoll ungezupfter Blüten)

  • 500 ml stilles Wasser

  • 500 g brauner Rohrzucker

  • 1 frische Limette (nur der frisch gepresste Saft)


Zubereitungsschritte

1. Ernte und Selektion Die Löwenzahnblüten zwingend an einem sonnigen Vormittag ernten, wenn die Kelche vollständig geöffnet sind. Sofort nach der Ernte verarbeiten. Die gelben Blütenblätter sorgfältig aus dem grünen Blütenkelch zupfen. Wichtig: Grüne Pflanzenanteile (Kelchblätter) müssen restlos entfernt werden, da deren Bitterstoffe das Endprodukt ungenießbar machen würden.

2. Der Ansatz (Mazeration vorbereiten) Die gezupften gelben Blütenblätter zusammen mit dem Wasser, dem braunen Rohrzucker und dem Limettensaft in einen Topf geben. Mit einem Schneebesen verrühren, bis sich der Zucker leicht anlöst.

3. Aufkochen und Ziehen lassen (Extraktion) Den Ansatz auf dem Herd einmal kräftig sprudelnd aufkochen lassen. Den Topf sofort von der Hitzequelle nehmen und mit einem Deckel verschließen. Die Mischung für exakt 12 Stunden bei Raumtemperatur mazerieren lassen. In dieser Phase gehen die wasserlöslichen Aromen und ätherischen Öle der Blüten in den Zuckersirup über.

4. Passieren Nach 12 Stunden den Sud durch ein feines Sieb oder ein Passiertuch in einen sauberen Topf abseihen. Die verbliebenen Blütenstände im Tuch oder Sieb kräftig auspressen, um die maximale Aromaausbeute zu garantieren. Die Blütenreste können anschließend entsorgt werden.

5. Reduktion Den passierten Sud bei mittlerer Hitze aufsetzen und sanft einkochen (reduzieren) lassen. Die Flüssigkeit darf leicht köcheln, aber nicht extrem stark sprudeln. Dieser Prozess dauert je nach Topfgröße und Hitze ca. 45 bis 60 Minuten. Die Konsistenz wechselt dabei von wässrig zu sirupartig.

6. Gelierprobe (Konsistenzprüfung) Um zu verhindern, dass der Honig zu flüssig bleibt, regelmäßig die Gelierprobe durchführen: Einen kleinen Tropfen der heißen Reduktion auf einen der eiskalten Teller aus dem Kühlschrank geben. Kühlt der Tropfen sofort ab und zieht beim Berühren mit dem Finger zähe, honigartige Fäden, ist die perfekte Viskosität erreicht. Ist er noch wässrig, weiter einkochen lassen.

7. Abfüllen und Lagern Den heißen Löwenzahnhonig umgehend in die vorbereiteten, sterilisierten Gläser abfüllen und diese fest verschließen. Vollständig auskühlen lassen.